Binker Materialschutz GmbH

RADONKUREN und RADONRISIKEN

Medizinische Kuren mit Radon werden schon länger intensiv beworben. Radon soll Schmerzen und andere Beschwerden bei rheumatoide Arthritis (Rheuma-bedingten Gelenksentzündungen) lindern Radon soll so den Alltag von Betroffenen erleichtern. Bei Rheuma greift das körpereigene Immunsystem den Körper selbst an. Dauerhaften Entzündungen in den Gelenken mit Schmerzen, Erschöpfung und Kraftlosigkeit sind die Folgen. Die Erkrankung kann Betroffene sehr belasten und stark in ihrem Alltag einschränken. Dass das radioaktive Gas die belastenden Gelenksschmerzen bei Rheuma spürbar lindern kann, ist aber anscheinend wenig wahrscheinlich. In zwei kleinen Studien hat eine Radon-Kur die Schmerzen innerhalb von sechs Monaten so geringfügig gelindert, dass die Wirkung wahrscheinlich nicht spürbar ist. Zu diesem eher enttäuschenden Ergebnis kommt eine Forschungsgruppe des unabhängigen Cochrane-Netzwerks in einer Analyse bisher durchgeführter Studien

(Quelle: Verhagen AP, Bierma-Zeinstra SM, Boers M, Cardoso JR, Lambeck J, de Bie R, de Vet HC. Balneotherapy (or spa therapy) for rheumatoid arthritis. Cochrane Database Syst Rev. 2015 Apr 11;(4):CD000518).

Quelle: siehe Impressum

Die Belastung durch Radioaktivität ist bei einer einmaligen Radon-Kur eher gering. Bei einer Radonkur bekommt man ca. 0,8 mSv (Millisievert: http://www.professionelle-radonsanierung.de/infobox-strahlendosis-und-sievert.html ) ab. Diese Belastung kommt so zur natürlichen Strahlenbelastung (überwiegend natürliche kosmische Strahlung, medizinische Computertomographie-/Röntgenuntersuchungen, Radon aus dem Erdboden) von 4,3 mSv pro Jahr hinzu. Dieser Strahlenbelastung ist der Mensch im Durchschnitt pro Jahr ausgesetzt. Eine Kur im Heilstollen z.B. von Bad Gastein mit 12 zweistündigen Aufenthalten bedeutet eine Belastung mit Radioaktivität von etwa 8 mSv. In höherer Dosis kann radioaktive Strahlung jedoch Krebs verursachen. Daher dürfen beruflich exponierte Personen nach der Strahlenschutzverordnung höchstens 20 mSv pro Jahr abbekommen. Über das gesamte Berufsleben hinweg gilt eine Summe von mehr als 400 mSv akkumuliert als gesundheitlich kritisch.
Quelle: https://www.medizin-transparent.at/radon-rheuma

Quelle: http://www.strahlentelex.de/Radon.htm 

Info: 
Vermehrt berichten Patienten, die an Radonkuren teilnahmen, dass die Radonkur bei Ihnen Leukämie ausgelöst hätte.
Wer hat konkrete Infos hierzu?
Bitte Email an: mail@radonfachperson.org